PHYSIK-LERNEN MIT DEM COMPUTER

Wurfbewegung durch Überlagerung zweier Bewegungen
PROGRAMM:   WURF

Horst Hübel

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INHALT

Simulation eines schiefen Wurfes ohne Luftreibung. Rechts werden auch die Energie-Umwandlungen veran-
schaulicht.

 

ZIEL

 

Das Zustandekommen der Wurfparabel soll einsichtig gemacht werden. Charakteristische Größen wie Wurfweite, Wurfhöhe und Flugzeit sollen "experimentell" ermittelt und mit analytischen Rechnungen verglichen werden. Der Einfluß der Luftreibungs soll untersucht werden.

 

BESCHREIBUNG

Einer gleichförmigen Horizontal-Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit vx ist eine gleichmäßig beschleunigte Vertikal-Bewegung mit zunehmender Geschwindigkeit vy überlagert. Entsprechend nach Verkleinerung des Zeitintervalls

1. Mit der Menüfunktion "MODUS/Horizontaler Wurf" werden prinzipielle Dinge zum Wurf vermittelt:

Die Geschwindigkeitskomponenten vx und vy werden vektoriell zum Geschwindigkeitsvektor v überlagert. Das Programm zeigt, wie die Bewegung verlaufen würde, wenn außer vx auch vy in jedem Zeitintervall dt jeweils konstant wäre.

Statt der eigentlichen Bewegung werden Momentaufnahmen von ihr gezeigt, zunächst mit großen Zeitabständen, dann immer geringeren.

Mit den unterschiedlichen Geschwindigkeitskomponenten sind trotz gleich langer Zeitintervalle unterschiedliche Ortsänderungen in x- und y-Richtung verbunden. Bei sehr geringen (untereinander gleichen) Zeitabständen erkennt der Schüler eine fast kontinuierliche Zusammensetzung der Bewegung aus ihren zwei Anteilen. Mit abnehmendem dt nähert sich die Bewegung der tatsächlichen.

Ein Kausalkettenschema, das die Beibehaltung der gleichförmigen Bewegung in x-Richtung und die Folgen der Schwerkraft auf die y-Bewegung erläutert, kann eingeblendet werden.

Die Überlagerung kann wahlweise mit dem Vektorparallelogramm oder mit dem Vektordreieck durchgeführt werden.


2. Mit der Menüfunktion "MODUS/Schiefer Wurf" können beliebige Würfe mit und ohne Luftreibung simuliert und auf dem Bildschirm dargestellt werden. Gleichzeitig werden die potentielle Energie die kinetischen Energien für beide Bewegungskomponenten und die Gesamtenergie dargestellt um so den Energieerhaltungssatz bzw. seine Ungültigkeit zu demonstrieren. Wurfhöhe, Wurfweite und Flugdauer werden ausgegeben.

 

FRAGESTELLUNGEN

  

EINSATZMÖGLICHKEITEN

Demonstration oder Schüler"versuch" am häuslichen Computer

MENÜPUNKTE                                                                                                                                 zurück
I DESK I.1 QUIT Beendet das Programm.

I.2 START Beginnt eine neue Bewegung. Evtl. noch nicht eingestellte Parameter werden nachgefragt.

I.3 INFO Informiert über das Programm, erläutert einige der Fragestellungen, die mit Hilfe des Programms bearbeitet werden können.

I.4 AUTOR Nennt den Autor des Programms.

I.5 LIZENZ Bringt die Adresse des Lizenznehmers auf den Bildschirm.

II MODUS II.1 HORIZONTALER WURF Ruft ein Untermenü auf, mit dem ausgewählt werden kann zwischen

  • Überlagerung mit Vektorparallelogramm

  • Überlagerung mit Vektordreieck

  • Ausgabe des Kausalkettenschemas für beliebi ge Würfe

Anschließend wird auf die Simulation eines ho rizontalen Wurfs umgeschaltet, der mit DESK/Start gestartet wird. Notwendige Parameter werden notfalls erfragt.


II.2 SCHIEFER WURF Schaltet um auf Simulation und Darstellung ei nes beliebigen Wurfs mit Demonstration der Energien. Mit DESK/Start wird die Simulation gestartet. Notwendige Parameter werden notfalls nachgefragt.

III PARAMETER III.1 EINGABE HOR. WURF Erfragt für den horizontalen Wurf horizontale Anfangsgeschwindigkeit und anfänglichen Zeitschritt. Dieser soll so groß gewählt werden, daß die Vektordiagramme zunächst genügend groß sind, damit eine Besprechung mit der Klas se möglich ist. Anfangs wird die Darstellung mit der Hand weitergeschaltet. Dann schaltet sich die Automatik mit stetig verkürzter War tezeit ein.


III.2 EINGABE SCH. WURF Erfragt für den allgemeinen Wurf Startposition, Komponenten der Anfangsgeschwindigkeit, Luftreibungskoeffizienten und Schrittweite.

IV AUSGABE IV.1 ENERGIEANZEIGE Schaltet die Ausgabe der Energien in Balkendia EIN/AUS grammen aus oder ein. Für Geschwindigkeiten > 60 m/s erfolgt nur eine relative Energie anzeige.


IV.2 BILDSCHIRM LÖSCHEN


IV.3 HARDCOPY Gibt einen wählbaren Bildschirmausschnitt über einen EPSON-kompatiblen Drucker an der Schnittstelle LPT1 aus. Zweckmäßig, wenn den Schülern ein Bildschirmausschnitt zum Einkleben in das Heft mitgegeben werden soll.

 

Kausalketten-Schema

Bildschirm-Foto vom Kausalketten-Schema eines Wurfes

 

Bei genügend kleinem dt kann der quadratische Term rechnerisch vernachlässigt werden. Aus didaktischen Gründen sollte er beibehalten werden, weil er charakteristisch für eine beschleunigte Bewegung ist.

 
TYPISCHE VERSUCHSERGEBNISSE

Schiefer Wurf mit Luftreibung


 























Wurf