Physik-Lernen mit dem Computer |
Programmpaket FORPHYS © Horst Hübel, Würzburg 2007 |
Liste der verfügbaren Programme*)
"Messprogramme"
ORESME: Ein Fahrzeug wird auf dem Bildschirm
mit der Maus hin-und hergeschoben. Die t-x- und t-v-Graphen werden nach Wunsch
synchron mitgezeichnet: dient zum Training des Graphenlesens
MONSTER: Ein "Monster" läuft über den Bildschirm an Marken vorbei; der Bediener kann die Bewegung durch Tastendruck ausstoppen und dann Graphen zeichnen lassen; für Schülerversuche geeignet. Download MONSTER
GALILEI: Auf der geneigten Kugelrinne läuft eine Kugel an willkürlichen vorgegebenen Marken vorbei. Durch Tastendruck wird die jeweilige Zeit gestoppt. Die Auswertung liefert x(t)-, v(t), a(t)-Diagramm und erlaubt den Nachweis von F prop. a.
Simulationen
SUPWURF: Verschiedene Würfe lassen
sich hier in Simulationen untersuchen, oder durch Überlagerung von 2
Bewegungen erklären.
ANHARMON: Für wählbare Potentiale
wird die Bewegung simuliert; synchron werden u.a. t-x- und
t-v-Diagramme mit gezeichnet; besonders geeignet um die Besonderheit
der harmonischen Schwingung zu zeigen: die Schwingungsdauer ist hier
unabhängig von der Amplitude.
STRABAHN: der Führerstand einer
Straßenbahn wird simuliert; je nach Wahl der positiven oder negativen
Beschleunigung ergeben sich bestimmte Veränderungen der sichtbaren Bewegung,
die auf Wunsch durch t-x-, t-v- und t-a- bzw. t-F- Diagramme illustriert
wird; dient zum Training des Graphenlesens.
SPEZLAD: Als häuslicher
Schülerversuch gedacht: Der Schüler soll mit einem simulierten
Fadenstrahlrohr e/m bestimmen; übt die Auswertungsmethode ein; auch
Grundlage von Schüler-Kurzreferaten, mit der verschiedene
Abhängigkeiten (Umlaufszeit, Bahnradius, Energie) von unterschiedlichen
Parametern untersucht werden sollen (Magnetfeld, Spannung).
KEPLER: Simuliert reale Planeten, verschafft
damit also einen Überblick über unser Planetensystem; erlaubt aber
auch die "experimentelle Untersuchung" der Kepler-Gesetze: Die Parameter
der Bahnkurven können ausgemessen werden, ihre Abhängigkeit von
Energie und Drehimpuls untersucht, das Flächengesetz ausgemessen und
der Einfluss von anderen Kraftgesetzen auf die Bahnkurve untersucht werden.
Es können auch eigene Planeten mit willkürlich wählbaren
Bahnparametern "geschaffen" werden.
HELIOGEO: vergleicht nach einem Vorschlag
von Treitz das heliozentrische mit dem geozentrischen System; beide Systeme
sind durch eine Koordinatentransformation auseinander hervorgegangen, sind
also gleich richtig; das Bezugssystem des Beobachters wird als wesentlicher
Punkt für die Beurteilung der beiden Systeme herangezogen. Besonders
eindrucksvoll ist es, wenn die relative Konstellation einiger Planeten (verbunden
durch Strecken) in beiden Systemen sich als identisch herausstellen. Das
Programm erlaubt eine Entwicklung der Argumentation im Unterricht, weil z.B.
einzelne Planeten ab- und angeschaltet werden können.
KAUSALIT: Dient zur Entwicklung und
Erläuterung der Methode der kleinen Schritte: Ausgehend von Schemata
zum Begriff der Kausalität (2. NG) werden Flussdiagramme für die
Methode d. kl. Schritte dargestellt; dann wird die Simulation für eine
harmonische Schwingung erst langsam zum Mitrechnen im Kopf, dann schneller
vorgeführt.
PTLADUNG: elektrische Felder von wenigen
Punktladungen werden schrittweise auf dem Bildschirm konstruiert; dient zum
Verständnis, wie die Feldlinienbilder aus den Coulomb-Kräften einzelner
Ladungen entstehen. Möchten Sie schnell ganze Feldkonstellationen zeigen,
sind andere Programme geeigneter (z.B.E-FELD von Girwidz)
LEISTRES: dient zur Erläuterung der
Resonanz eines Pendels; dazu wird die erregende Kraft F und die Geschwindigkeit
v der angeregten Pendelbewegung untersucht; ihr Produkt ist die Leistung
P = F.v , die vom Erreger an das Pendel übertragen wird. Es wird gezeigt,
dass im Resonanzfall diese Leistung stets nichtnegativ ist, es wird ständig
Energie zugeführt, die als Wärme wieder abgegeben wird. Verschiedene
Kopplungsarten, die Einfluss auf den Verlauf der Resonanzkurve haben, sind
wählbar.
SELBINDU: Simuliert Ein- und
Ausschaltvorgänge an der Spule. Da alle Parameter verändert werden
können ist ein leichter Vergleich mit analytischen Rechnung zu
Spitzenspannung, Maximalstromstärke, Zeitkonstante in Abhängigkeit
von den Parametern der Schaltung leicht möglich.
KONDSCHA: Analog für Ein- und
Ausschaltvorgänge am Kondensator
ERZWUSCH: Hilft den Schülern, ein
Gefühl für die Vorgänge bei der Resonanz zu entwickeln; sie
sollen durch Tastendruck (+ oder -) ein Pendel zum Schwingen anregen; durch
Probieren finden sie schnell heraus: Die Energiezufuhr muss "im richtigen
Rhythmus" (mit der richtigen Frequenz) und "zum richtigen Zeitpunkt" (mit
der richtigen Phase) erfolgen.
WELLEN: Simuliert die Schwingung einer Pendelkette von 2 bis ca. 50 Pendelkugeln; fast alle Parameter der linearen Kette können eingestellt und untersucht werden. Auch geeignet zur Untersuchung von Eigenschwingungen von Systemen mit wenigen Kugeln. Erlaubt das Studium von Welleneigenschaften, von Phononen in Festkörpern und von Eigenschwingungen. Wegen des verwendeten Modells der linearen Kette kommt es allerdings zur Dispersion: einige Eigenschaften der zu beobachtenden Wellen widersprechen physikgemäß Vorstellungen von einer idealen Welle.
Sollten sich Fragen ergeben: wenden Sie sich bitte an den Autor! E-Mail: horst.huebel bei t-online.de
*) Es handelt sich meistens um MS-DOS-Programme mit Windows-ähnlicher Oberfläche. Sie sind mit geringfügigen Einschränkungen auch unter Windows-XP gut verwendbar und erlauben immer noch überzeugende neue Zugänge zu unterrichtlichen Sachverhalten. Es wäre für mich kein Problem, sie für 32-bit-Windows umzuschreiben, aber das würde ich nur tun, wenn genügend Nachfrage vorhanden wäre.
Auf manchen Bildschirmen fehlt die unterste Zeile. Abhilfe könnte darin bestehen, die Bildschirmhöhe am Monitor zu verstellen oder im Programm den EGA-Modus zu wählen. In seltenen Fällen werden auch Töne nicht richtig wiedergegeben.
Die unterschiedlichen Farbgebungen der Beispielgraphen hängen mit unterschiedlichen (wählbaren) Bildschirm-Modi zusammen.
Die Programme werden für den eigenen Gebrauch im Unterricht zur Verfügung gestellt. Sie unterliegen sonst dem Copyright (© Horst Hübel, Würzburg 2007).