Geschichte der mittelalterlichen Königsherrschaft

Das hochmittelalterliche Reich war ein mehr oder weniger fest gefügter Personenverbandsstaat. Von dieser Konstruktion, die durch persönliche Beziehungen von Herrschenden und Untertanen (Lehnswesen) geprägt war, unterscheidet sich der seit der frühen Neuzeit entstehende Territorialstaat. Letzterer zeichnet sich im Unterschied zum Personenverbandsstaat durch mehrere konstituierende Elemente aus, die im mittelalterlichen Staatswesen so nicht zu finden sind:

  1. Ein festumgrenztes Staatsterritorium;
  2. Ein mehr oder weniger klar definiertes Staatsvolk;
  3. Eine organisierende, regierende und Macht ausübende Körperschaft.
Was aber war dann der mittelalterliche König des regnum teutonicorum? Wie war seine Macht beschaffen und worauf gründete sie sich?

Die mittelalterliche Reichskrone
Die Krone befindet sich zusammen mit den anderen Reichskleinodien in der Wiener Hofburg. (Quelle: Wikipedia.de)