Landshut/Straubing. Es wird keine Katastrofe geben. Berufene Leute haben hin und her überlegt, erwogen und verworfen, was denn nun in der deutschen Rechtschreibung
reformiert werden muß. Herausgekommen ist ein abgespecktes Regelwerk: Statt 212 Rechtschreibregeln soll es künftig nur noch 112 geben. Wer mit den
Kommaregeln auf Kriegsfuß steht, kann sich freuen: Die im Duden aufgeführten 38 Regeln rund um den kleinen Strich wurden auf neun reduziert. Anfang Juli
werden die deutschsprachigen Länder den Staatsvertrag unterzeichnen. Am 1. August 1998 tritt die Neuregelung der Rechtschreibung in Kraft. Doch solange
will der Freistaat nicht warten: Schon ab dem kommenden Schuljahr sollen die neuen Regeln in Bayerns Schulen eingeführt werden. Doch bei vielen Lehrern herrscht noch Ratlosigkeit
vor: Es gibt kein Material, viele Lehrer sind mit den neuen Regelungen noch nicht vertraut.
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der Groß- und Klein- bzw. Getrennt- und Zusammenschreibung. So werden Substantive in festen Fügungen wie außer Acht
lassen in Bezug auf künftig großgeschrieben. Grundsätzlich gilt, daß zwei im Text aufeinanderfolgende
Wörter wie Rad fahren, nahe stehend, sitzen bleiben getrenntgeschrieben werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. |