Länder billigen den Kompromiß - Mehr Geld für Hochschulsonderprogramme verlangt
Bonn. (AP/dpa) Die Reform der deutschen Rechtschreibung kann jetzt ab 1998 in Kraft treten. Die Ministerpräsidenten der Länder gaben
dafür am Donnerstag in Bonn grünes Licht und billigten damit einen entsprechenden Kompromißvorschlag ihrer Kultusminister. Durch die
Reform soll die Rechtschreibung vieler Wörter künftig leichter und der mündlichen Aussprache angepaßt werden. Aus
212 Rechtschreibregeln sollen 112 werden, von 52 Kommaregeln bleiben nur noch neun übrig. Eine Übergangsregelung soll bis zum Jahr 2005 gelten.
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Offiziell soll die Rechtschreibreform nun durch einen Staatsvertrag mit der Schweiz und
Österreich besiegelt werden. Seitens der Länder gebe es keine Vorbehalte mehr, versicherten Teilnehmer am Rande der Sitzung der
dpa. Die Kultusminister werden von den Regierungschefs beauftragt, die Öffentlichkeit über das Reformwerk in den nächsten Monaten besser
als bisher zu informieren. Zwar wolle man auch noch mit dem Bundeskanzler darüber reden. .Doch auf der Länderseite sei nun alles klar. Der Bund hat keine
Einwände geäußert. Für die Rechtschreibung in den Schulen sind allein die Länder
zuständig. Die Amtssprache in den Behörden regelt der Bundesinnenminister per Erlaß. |
Mit der Reform sollen vor allem
scheinbar unlogische Regeln der deutschen Rechtschreibung systematisiert werden. Grundsätzlich soll eher getrennt als zusammen geschrieben werden, mehr groß als klein
. Auffällig ist dabei besonders die neue Schreibweise zusammengesetzter Wörter, die damit auch drei gleiche Buchstaben erhalten, so zum
Beispiel "Stillleben" und "Stammmutter". |